Endzeiten?

Klimawandel, Infiltration in der Kirche, moralischer Abfall. Sind wir in den Endzeiten angelangt? Ich denke, es gibt drei verschiedene Arten von Endzeiten: Erstens die Endzeit, bei der wir uns vorstellen, dass die Erde untergeht. Zweitens, die Endzeit, in der ein gewisses Zeitalter zu Ende geht. Und letzens, die persönliche “Endzeit”: der Moment in dem wir sterben.

Von diesen dreien, ist die letzte, die wichtigste. Denn unsere Seele ist das Entscheidende, sie lebt für immer. Wenn ich sterbe, lebt meine Seele, mein Ich, meine Person weiter. Die persönliche Endzeit ist der entscheidende Moment des Lebens. Wo steht meine Seele? Lebt sie in der Wahrheit oder in der Lüge? Wird sie Jesus empfangen, der ihr entgegen kommt? Wenn ja, wird sie in die himmlische Herrlichkeit übergehen.

Die anderen zwei Endzeiten: Da ist zum einen der Weltuntergang. Das sitzt in uns allen drin, wie ein archaisches Bild. Wir stellen uns vor, dass die Welt untergeht, vielleicht mit grosser Zerstörung und Gewalt. Die Bibel widmet der Endzeit ein ganzes “Buch”: Die Offenbarung des Johannes berichtet vom Wiederkommen Jesu, am Weltende. Er wird kommen, um “zu richten die Lebenden und die Toten“. Wer sich dann für Jesus entscheidet, ist gerettet. Wer gegen ihn ist, geht an einen anderen Ort … Das Weltende wurde schon von den ersten Christen, kurz nach Jesu Tod erwartet – es traf nicht ein. Wann dieses Weltende stattfindet, kann niemand wissen (vergleiche Mt 24,36).

Die Endzeit eines Zeitalters. New-Age-Anhänger haben sich ausgedacht, dass das Christentum der Vergangenheit angehört. Mit neuheidnischen Kulten versuchen sie die Gesellschaft zu beeinflussen und zu verändern, und nennen es ein neues Zeitalter. Christen wissen, dass niemand die Wahrheit zerstören kann. Auch die “Pforte der Hölle nicht” (Mt 16,18).

Trotz allen Angriffen und trotzdem, dass sich viele Menschen vom Glauben abgewendet haben, lebt das Christentum weiter. Der Heilige Geist wirkt auch heute noch an verschiedenen Orten der Welt – und er braucht dazu keine Lobby! Die selige Mutter Maria sammelt ihre Kinder (vergleiche Offb 12,13–18). Die Marienerscheinungen in Medjugorje sind nur ein Beispiel himmlischen Wirkens. Durch den Eingriff des Himmels bekehren sich Menschen zum christlichen Glauben – ganz ohne politische Propaganda. Ich glaube, dass das Christentum eines Tages wieder auferstehen wird. Aber momentan muss die Kirche gereinigt werden, bevor sie wieder aufblühen kann – danach könnten wir von einem neuen christlichen Zeitalter reden.

Endzeitstimmung machen derzeit politisch oder ideologisch motivierte “Klimaschützer”, die unsere westliche Jugend auf die Strasse schicken, um zu demonstrieren. Sich mit Leib und Seele für den Planeten einzusetzen – die Stimme zu erheben und Kartonschilder zu schwanken – ist hoch im Trend. In meinen Jugendjahren (ja, ist schon eine Weile her) war ich selbst eine motivierte Umweltschützerin. Es fühlte sich gut an, sich für “etwas Gutes” einzusetzen.

Umweltschutz ist gut und recht, aber es gibt etwas wichtigeres, und das ist die Seele. Unsere unsterbliche Seele ist wichtiger als der Klimawandel. Die Erde wird (höchstwahrscheinlich) eines Tages vergehen. Unsere Seele nie. Wie sieht unsere Seele aus? Sind wir bemüht nach der Wahrheit zu leben? Was ist die Wahrheit? Jesus sagte:”Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser durch mich” (Joh 14,6).

Man stelle sich vor: all dieser jugendlicher Eifer der jungen Klimaschützer würde statt in Klima-Demos in die “Sache Gottes” kanalisiert werden. Die Klöster würden sich (wieder) füllen; die jungen Menschen, die ihr Leben dem Glauben widmen, würden das klösterliche Gelübde der freiwilligen Armut leben. Diese freiwillige Armut, bei der die Nonne oder der Mönch auf Luxus und eigenen Besitz verzichtet, wäre doch eine aufrichte Art ökologisch zu leben: ohne eigenen Smartphone, Computer, Auto und ohne vollen Kleiderkasten (dafür einen Habit) würde doch einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz mit sich bringen.

Der Hype um den Klimawandel lenkt uns ab vom Wesentlichen – das ist eine Taktik des Widersachers. Statt, dass wir uns umblicken und erkennen, dass sich unsere Gesellschaft immer mehr dem moralischen Abgrund nähert, statt, dass wir umkehren und uns wieder Gott zuwenden, sollen wir wegen angeblichem Klimawandel (es gibt ja auch eine Gegentheorie) demonstrieren. Vielleicht befinden wir uns jetzt in den Endzeiten – ich weiss es nicht, aber es ist wichtig, dass wir aufwachen und die seelischen Bedrohungen wahrnehmen. Und glaubt mir, wenn sich die Menschen bessern und sich Gott wieder zuwenden, dann wird sich auch die Klimapolitik bessern.

Weiterführende Links:

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*